Hannover Vahrenwald

Der Stadtteil Vahrenwald schließt sich im Westen an den Stadtteil List an. Mitten durch ihn führt eine der größten Verkehrsachsen in Hannover, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als sechsspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden zur A 2 Richtung Langenhagen. Im südlichen Bereich der Straße nahe der Innenstadt liegt die Hauptverwaltung der Continental AG und der ContiTech AG. Nördlich davon liegt an der Straße das Zentrum des Stadtteils, den der Vahrenwalder Platz bildet. In seiner Nähe befinden sich an der Stadtbahnhaltestelle Dragonerstraße das Freizeitheim, das Hallenbad Vahrenwald und die evangelische-lutherische Vahrenwalder Kirche. Ein weiterer Verkehrsknotenpunkt an dieser Straße ist weiter nördlich die Stadtbahnstation Niedersachsenring.

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Stadteilinfo

Das Dorf Vahrenwald wurde 1183 erstmals urkundlich als Vorenwalde erwähnt. Damit taucht es nur 20 Jahre später als Hannover (1163 als Honovere) aus dem Dunkel der Geschichte auf. Einer weiteren Urkunde von 1266 zufolge, vermachte ein Prediger der hannoverschen Marktkirche einen Teil seiner Güter in Vorenwalde einer anderen Kirche. Der Dorfname Vahrenwald ist wahrscheinlich aus Vor-dem-Wolde (vor dem Walde) abgeleitet. Am heutigen Kolonnenweg begann damals ein Waldstück, das sich auf 30 km Länge als De grote Wald ausdehnte.

Das damalige Dorf lag im Bereich der heutigen Rotermund-, Melanchthon- und Vahrenwalder Straße. Schon früh passierte eine Nord-Süd Heerstraße von Hamburg über Hannover nach Mainz den Ort. Damals hieß sie Stader Chaussee, heute ist es die Vahrenwalder Straße. Auf ihr zogen im Mittelalter Pilger aus Skandinavien in die Heilige Stadt Rom. Nach Norden gab es die großen Heideflächen (unfruchtbares Land) der Mecklenheide, auf denen später der Stadtteil Vahrenheide entstand. Anfang des 19. Jahrhunderts standen 18 Häuser in Vahrenwald, um 1860 war es schon 80 Gebäude, darunter 17 größere Bauernhöfe. Davon sind heute nur zwei Gebäude erhalten geblieben. Zu dieser Zeit setzte die Ausdehnung der Großstadt Hannover durch den Bau von Kasernen ein, darunter die Kavallerieschule (rote Backsteinbauten an der Dragonerstraße). Hier war etwa ab 1950 bis 1994 das Kraftwagenbetriebswerk der Deutschen Bundesbahn(Kbw Hannover) beheimatet.

Industriebetriebe rückten bald nach, wie 1871 die Continental Gummiwerke. 1891 erfolgte die Eingemeindung nach Hannover. Im Zweiten Weltkrieg war Vahrenwald ein bevorzugtes Angriffsziel für alliierte Bomberverbände. Ziel waren die Continental-Werke als Rüstungsbetrieb. Außerdem lag das Unternehmen an einer kriegswichtigen Eisenbahnstrecke. Durch den letzten großen Luftangriff auf Hannover Ende März 1945 entstanden hier große Zerstörungen.

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